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5.2. Um 12:00 Uhr holen wir Annika von der Schule ab und sind ausreichend zeitig in Frankfurt. Mit dem Parkplatz klappt es gut und es regnet nur leicht. Eingecheckt hatten wir ja schon online. Bis zum Terminal D muss man nun, um das Gepäck aufzugeben. Das Ein und Ausladen an der Sky Rail ist echt nervig. Viel ist aber nicht los im Terminal 2. Irgendwann ist auch die Zeit ran. Das Flugzeug ist alt und etwas heruntergekommen, die Armlehne hält nur noch das Panzerband zusammen – Afrika. Die Monitore kann man sowieso nicht sehen und mein Kopfhörer geht auch nicht – also schlafen.




6.2. Im Morgengrauen kann man von oben die Etosha Pfanne sehen – voll Wasser. Marc ist bis zur Landung etwas schlecht aber er fängt sich wieder. Es ist schön, mal wieder mitten in der Kalahari zu landen. Das Abholen klappt gut nur sind wir jetzt 7 Leute für einen Corolla … .Wir quetschen uns irgendwie rein. Nur bei der Polizeikontrolle vor der Stadt muss ein zweiter Wagen her. Bei HH stehen die Fahrzeuge schon bereit. Auf uns wartet ein blauer Hilux mit knapp 300.000 km auf der Uhr. Alles sieht Ok aus, wir quatschen etwas länger mit Huberts Frau und vergessen glatt noch das Netz und eine Flattbed Potje einzupacken – böser Fehler. Auf geht’s zum WB an der B6 zum Einkaufen – das Geld diesmal mit der Postbank Sparkarte gebührenfrei abgehoben?. Nach einer Stunde sind 2 Körbe voll mit allem für die nächsten 12 Tage, inkl. 60 Liter Trinkwasser und ausreichend Oryx und Springbok und Windhoek Lager. – der Ganze Spass summiert sich auf NAM$ 1750. Dann geht es auf die B6 immer nach Osten – unterwegs fällt uns das mit dem Topf und dem Netz ein aber da es Sonnabend Nachmittag ist, hat in Gobabis alles schon geschlossen, was diese Teile im Angebot haben könnte. Auf der Zelda Farm ist gegen 15:30 Uhr Schluss für heute und wir können noch die Geparden und Leopardefütterung genießen. Annika hat es aber eher die zahme Eland Antilope angetan – die Kinder spielen –wir packen alles neu – im Hilux ist allerdings mehr Platz – vielleicht auch, weil es bei HH nur die notwendigste Ausrüstung gibt… .


7.2.





Um 6:00 Uhr wird es hell und ich stehe auf. Wir haben einen langen Weg bis zum KAA Gate vor uns. Bis zur Grenze ist’s nicht weit. Volltanken. ZAR und BWP’s ;-) besorgen und um 8:00 Uhr sind wir an der Grenze, die macht grade auf. Alles ist wie immer unkompliziert und locker. BWP 110 Versicherung und Strassengebühr – fertig.

Nach der Tankstelle in Charles Hill geht’s auf die Piste nach Süden. Bis Ncaoga ist die Strasse gut ausgebaut. Dannach ist man dabei die Strasse bis Ukwe von einem Feldweg zu verbreitern und da fährt es sich wie auf einem Truppenübungsplatz. In Ukwe versuche ich nach der Pan den Track durch den Busch direkt bis zur Matseleng Pan zu fahren aber nach 2 km ist schluss – er beginnt zuzuwachsen – keine Chance. Also zurück und auf der Schotterstrasse weiter nach Osten. Wir versuchen den nächsten Track direkt nach Süden aber nach 1/3 der Strecke mitten in den Western Woodlands ist Schluss, da der Track im über 1m hohen Grass nicht mehr zu sehen ist. Der Kühler ist inzwischen voller Samen und die Temperatur des Motors steigt beträchtlich. Ich fahre zurück und nehme die Abkürzung zur Matseleng Pan nach Osten. Langsam wird die Zeit knapp. Es ist wirklich faszinierend, man kommt bei der Met Pan über den Berg und plötzlich sind überall Herden von Tieren. Die Pan ist voll Wasser – einfach traumhaft – aber wir haben nicht viel Zeit. Die Letzten 120 km haben es in sich, die breite Feuerschneise Richtung Süden ist ein Grauen – Tiefsand gepaart mit Spurrinnen und Grass in der Mitte – toll – der Temperaturzeiger steigt einige Male Richtung H und ich muss anhalten und reinigen bzw. abkühlen lassen. Um 17:45 sind wir am Gate – es ist keiner da und ich muss erst mal in die Quarters jemanden holen – wir bekommen ohne Probleme das Site am Gate – das ich nicht buchen durfte – es gibt gegrilltes Oryx Steak, ein eiskaltes Lager – die Kinder spielen – endlich da.





8.2.





Um 6:00 wird es wieder hell. Die Nacht war ruhig. Langsam kommen alle in die Gänge. Früh ist es angenehm Kühl – tagsüber steigen die Temperaturen auf über 40 Grad. Die Kinder holen erst mal die Autos raus und es wird gespielt. Nach dem Frühstück packen wir zusammen und auf geht’s nach Westen auf den Swart Pan Loop. Hier ist schon lange keiner mehr langefahren. Durch Busch und Dünen zieht sich der Weg bis zur Sizatswe Pan und wir biegen nach Süden ab. Auf dem Weg schrecken wir eine große Eland Herde auf – die ganze Erde bebt – mein Gott, sind diese Tiere groß. In der Thuapedi Pan sind einige Red Heartebeest und wir machen 2. Frühstück auf dem Campsite – hier war lange keiner mehr – schön gelegen und den Bäumen. Das Grass auf dem Weg nach GnusGnus steht wieder hoch. Mittags sind wir da und setzen uns für den Rest des Tages unter den Baum und genießen die Einsamkeit. Es ist extrem heiß. Der Nachmittägliche Gamedrive bringt außer Oryx keine weiteren Tiere aber es ist eine herrlich weite Buschlandschaft. Zum Abendbrot gibt es Oryx und Kartoffeln im Feuer gebacken –die Kinder futtern alles auf. Zur abendlichen Routine gehört wieder die Samenentfernung am Kühler !





9.2.



Ich stehe um 6.00 Uhr auf. Die Sonne ist noch nicht zu sehen. Es sind knapp unter 20°C. Heute stehen nur 40 km nach Westen zur Swart Pan auf dem Programm. Wir nehmen uns Zeit. Der einsame Track zieht sich über Dünen und durch den Busch mit Bäumen mal größer mal kleiner. Es gibt extrem viele Vögel aber dafür nahezu kein Wild. Nach einer kurzen Mittagspause unter einem Schattenbaum, biegen wir am frühen Nachmittag über den Berg ein und bestaunen die vor uns liegende Pan. Es ist wieder mal unglaublich. Plötzlich sind überall Tiere. Oryx , Heartebeest, Springbok, Gnus und so weiter. KTSWAP01 liegt sehr schön am Nordrand der Pfanne, mit Blick auf dieTiere. Es ist heiß und wir ruhen uns aus. Nachmittags machen wir noch einen Ausflug rund um die Pfanne und die kleine Stichstrasse nach Süden – lohnt sich nicht so sehr. Zurück im Camp genießen wir die Aussicht die Kinder spielen. Abends gibt’s Springbok mit gebackenen Kartoffeln und Gemüse. Es wird alles alle. Um 18:00 Uhr sind noch knapp 40°C. Ein wunderschöner Tag… .

















10.2.



Nachts waren wieder keine Löwen zu hören. Aber Annika schaut aus dem Zelt und früh sieht was in der Pfanne aus wie ein Löwe. Ich hole mir das Fernglas – es ist ein Leopard. Als ich die Kamera habe, ist er verschwunden. Es ist ein schöner Morgen. Wir packen zusammen und fahren Richtung Sisatzwe. Die ersten KM ist der der Track ziemlich zerfahren von den Trucks des Scout Camp – dann wird es besser, nur die Gräser stehen wieder hoch. Es geht durch weites Grasland und Busch – manchmal sind einzelne Oryx oder Dikdiks zu sehen. Kurz vor der Sisatzwe Pan überraschen wir wieder „unsere“ Eland Herde. Nach dem Camp an der Pan müssen wir etwas suchen. Im T4A ist nichts eingezeichnet. Es liegt leicht erhöht am Ostrand. Wir relaxen und die Kinder spielen. Wir müssen feststellen, dass das Kamel und der Panther in GnusGnus geblieben sind – vielleicht findet sie ja jemand … .In der Pan grasen Oryx, Gnus, Springbok und Hartebeest. Es ist ein schöner Platz. Abends gibt es Suppe mit Würstchen – auch das wurde komplett „aufgefuttert“ ;-).




11.02




Früh fahren wir los in Richtung KAA Gate um dort erst mal zu duschen. Die Ranger kommen und wir schwatzen etwas. Sie erzählen uns von den Löwen, die neben dem Gate im Grass liegen – tatsächlich – schönes Erlebnis. Dann geht es auf den langen Weg in’s Nossob Valley. Es wird immer wärmer – über 45°C. Auch das Kühlwasser brauchte seine Pausen – es zieht sich ganz schön hin. Ein paar Km vor den Nossob Valley fängt das Auto plötzlich an zu schwimmen – das linke Hinterrad ist halb zerfetzt (wurde später dennoch wieder repariert). Radwechseln – ohne Schatten , 48 °C – Schwupp sind Brandblasen an der Hand. Nach 15 min ist das neue Rad dran. Kaum im Tal treffen wir eine Herde Gnus an der Wasserstelle. Bis Polentswa ist es nicht mehr weit. Die Sites sind schön gelegen. Der Ausblick auf die Pfanne ist wunderschön, aber es sind nur wenige Tiere da. Wir machen noch eine kleine Tour an die umliegenden Wasserlöcher und beobachten einige Tiere beim Trinken – einige Wasserlöcher sind auch trocken. Ich backe noch Brot – diesmal mit etwas Zucker – das geht weg, wie warme Semmeln ?. Abends wird Springbok gegrillt – suuuper. Nach permanenter Stänkerei werden die Spielsachen für den nächsten Tag eingezogen ….!

















12.02.





Nachts brüllen Löwen. Früh sieht man sie in der Pan und dann auf dem Site No.1 – 5 min nachdem die Camper dort weg sind. Am Wasserloch treffen wir sie grade noch beim gehen (die Löwen). Die 60km bis Nossob sind unspektakulär – immer wieder Huftiere im Tal. In Nossob wird vollgetank – 120 Liter Diesel kommen in den Tank. Das Bezahlen geht mit ZAR, NAM$ oder BWP. Wir füllen noch Wasser auf und schauen in den Store. Dort gibt’s nicht wirklich was. Die Trough Road bis zur Bosobogolo Pan ist weit, insbesondere die ersten Dünen haben es in sich. Tiefer Sand, 45°C und ein etwas schwachbrüstiger Toyota. Wir müssen mehrmals zum Abkühlen anhalten. Die Strecke ist sehr stark corrugiert – letztes Jahr in der anderen Richtung war das nicht so – ich weiss nicht, woran das liegt aber es ist extrem nervig. Bei Vmax von 30 km/h zieht sich die Strecke hin. Nach Motopi wird es etwas besser. Ein paar KM vor der Bosobogolo Pan in einer Rechtskurve schreit Annett plötzlich, „da kommt einer“. Im blinden Vertrauen ziehe ich den Toyo nach links (zum Glück war grad kein Baum neben dem Track) . Der mir entgegenkommende Nissan X-Trail dreht sich nach rechts quer. Er war viel zu schnell unterwegs. Nach kurzer Schrecksekunde steigen wir aus und auch die 5 Insassen (Asiaten) des Nissan steigen alle aus. Keinem ist was passiert, nur der Nissan hat jetzt ein Stück Stoßstange weniger. Dahinter kam noch ein zweites Fahrzeug. Das hatte bereits keine Stoßstange mehr. Der Toyo hat nichts abbekommen, das war knapp. Mit 4x4 und Untersetzung wühlt er sich rückwärts wieder aus einem Sandhaufen raus. Die Asiaten wollen noch bis Motopi - wir wünschen ihnen viel Spass mit Ihren Fahrzeugen und legen ihnen ans Herz, langsamer zu fahren ( Im Nachhinein hatten alle viel Glück – beim Verlassen der Mabua hatte ich noch kurz mit dem Ranger geschnattert. Die Asiaten waren schon bekannt – sie hatten schon bei der Anfahrt durch zu hohe Geschwindigkeit im Sand das eine Fahrzeug stark ramponiert.)

Nach ein paar KM öffnet sich die Pfanne mit ihren Oryx und Springbok - wunderschön. Das Camp habe ich super gewählt – Ostseite, leicht erhöht mit Schatten und gutem Ausblick. Marc schlingt sich viel zu kalten Früchtemix hinter und muss sich erbrechen. Er sieht für den Rest des Tages kreidebleich aus.






13.2.





Marc hat gut geschlafen und krabbelt kurz nach mir aus dem Zelt. Die Zeit, wenn es hell wird, bevor die Sonne rauskommt ist immer wieder die schönste – einfach mit einer Tasse Kaffee dasitzen und genießen. Wir stehen gemütlich auf, packen ein und schauen die Tiere in der Pfanne an. An der Abzweigung nach Nossob ist kurz ein weisser Bakkie zu sehen – viel Spass! Wir umrunden die Bosobogolo Pfanne – sie ist wirklich sehr schön. Die Oryx, Gnus und Springbok machen gemütlich Frühstück. Bis zur Mpayathutlwa Pan ist es nicht weit. Das Camp kennen wir ja schon – diesmal habe ich extra No.2 rausgesucht. Die Lage ist einfach super. Unter dem Schattendach genießen wir die Tiere in der Pfanne. Wir backen Brot, Spielen und verbringen den Tag mit Nichtstun. Das Brot ist gleich wieder alle ;-). Überall sind Schmetterlinge und wir bekommen auch gefiederten Besuch. Eine kurze Runde um die Pfanne am späten Nachmittag bringt keine weiteren Höhepunkte. Wir gönnen uns eine Dusche am Site 1. Der Abend wird sehr schön. Im Südwesten sieht man überall die Gewitter – das gibt viele Bilder. Löwen sind weder zu hören, noch zu sehen.
















14.2




Früh ist es ziemlich kalt – der Sonnenaufgang ist traumhaft – zumal das Camp am Westhang liegt. In Ruhe wird gefrühstückt, das ist immer besonders schön. In der Pfanne sind die üblichen Bekannten zu sehen – das ist immer schön – fast als wollten sie „guten Morgen“ sagen. Man freut sich, wenn alle am Morgen noch da sind. Die Oryx, die sich gegenseitig durch die Springbokherde jagen, das Hartebeest mit seinem Kind, die zwei Strauße … . Wir entschließen uns, die große Tour über die Khidding Pan nach Westen zu machen. Ist ja alles nicht weit. Überall weites Buschland, wir treffen keinen Menschen. In der kleinen Pfanne ganz im Nordwesten gibt es sogar ein paar Kudus – obwohl die sehr scheu sind. Hier hinten sind überall LKW Spuren – am Gate erzählte man später, dass ein neues Bohrloch gebaut wird –ich dachte schon eine Lodge. Während der letzten drei Tage haben wir keinen Menschen getroffen. In der Mabua Pan ist Wasser und eine Herde Gnus lässt es sich gut gehen – das sieht sehr hübsch aus. Bei der Anfahrt auf die Lesholoago Pan sehen wir auch eine kleine Gnuherde- plötzlich rennen die alle weg – wir dachten erst wegen uns, aber da war noch was gelbes im Gras – ich steige auf’s dach und blicke in das böse Gesicht eines Geparden, der keine Beute machen konnte – als ich die Kammera in der Hand halte ist er weg. Wir genießen den Tag im Camp – ich mache Eierkuchen, die Gnus grasen mit den Oryx und Springböken in der Pfanne – es ist wieder ziemlich heiß. Die Kinder machen Rechenaufgaben. Abends zieht es sich zu und Nachts Gewittert, Stürmt und Regnet es. Die Zelte fliegen fast fort. Das war unser letzter schöner Tag im Park – kaum zu glauben, wie die 8 Tage vergangen sind.




















15.2




Früh ist es wieder ruhig. In Ruhe wird gefrühstückt. Nur in der Ferne sind noch ein paar Wolken. Wir müssen früh los, das wird ein langer Fahrtag. Wir haben uns entschlossen, südlich zurückzufahren. Wir verabschieden uns von unserer Gnuherde. Auf dem Weg zum Gate treffen wir den Säuberungstrupp – alle haben viel Spass. Es war wirklich ein schöner Aufenthalt im Park. Am Gate schwatze ich noch etwas mit den Rangern – sehr nette Leute. Der Weg nach Tshabong ist ein Graus. Der Sand ist tief und zerfurcht – seit letztem Jahr ist da nicht viel passiert. Erst das letzte Drittel ist Gravel. In Tshabong wollten wir eigentlich Saft und Wasser erwerben – Fehlanzeige. Wir wählen die schon bekannte Strecke über McCarthy’s Rust – wieder mit Suche nach der Motornummer. Dann auf den Pad Richtung vanZylus und immer weiter nach Westen bis nach Askam. Das zieht sich hin - alles Gravel . In der Molopole Lodge beschließen wir den Tag. Ist schon komisch – alles ist eng und laut - überall sind Leute. Hauptsächlich Deutsche und Schweizer. Mit einigen schwatzen wir etwas – aber in der Wildnis Botswanas ist es viel schöner. Abends gibt es Spaghetti und später regnets.

16.2.

Ein Morgen auf einem Camping ist doch was anderes … . Zeitig machen wir uns auf den Weg nach Rietfontain – das ist nicht weit –wie hat sich die Landschaft verändert. Weites Land, trocken und einsam. An der Grenze ist alles unkompliziert. Wenig Betrieb – alle sehr nett. Auf staubiger Piste geht es weiter nach Westen. Bis Ketmanshoop ist es weit. Nach den NP’S in BW eine durchaus karge Landschaft. In Ketmanshoop machen wir eine kleine Stadtrundfahrt und gehen Proviant und Diesel einkaufen. Sonst ist nicht viel los. Aufgrund der Empfehlung im Reiseführer fahren wir nicht ins Nationale Monument zu den Köcherbäumen, sondern in der Caras Park 20 Km nördlich . Das war eine super Entscheidung. Der Park ist mit seinen Skulpturen aus Schrott wirklich liebenswert gemacht. Die Köcherbäume bieten später sehr schöne Fotomotive. Die Kinder spielen mit dem ansässigen Hund und Katze und wir bleiben allein – bis auf ein paar Deutsche, die kommen, parken, gehen eine Runde – sagen nichts – und fahren wieder - komisch. Abends kommt die Farmerin – mit der wir etwas schnattern. Sie hat den ganzen Park mit Ihren „schwarzen Männern“ nach dem Tod ihres Mannes aufgebaut. Nachts gibt’s wieder einen sehr schönen Sternenhimmel nach einem wolkenlosen Sonnenuntergang – hatten wir in BW nie. Abends wird’s kalt.





















17.2


Heut geht’s auf die 500 km bis Windhoek. Die Kinder spielen früh mit dem Hund, der glatt bei uns einziehen würde. Wir fahren den ganzen Tag durch flaches Land, an Mariental und Rehoboth vorbei – der Verkehr nimmt dann langsam zu und gegen Nachmittag sind wir in Windhoek und quartieren uns wieder in der Arebbusch Lodge ein – die Kinder gehen mit Annett baden und ich relaxe. Beim letzten Kreisverkehr war ein komisches Geräusch aufgetreten, dass sollte später noch Spass bereiten. Abends schnattern wir noch mit unseren Nachbarn, einem älteren Ehepaar, die schon seit Jahren nach NAM fahren und wieder mit ihrem alten Hilux unterwegs sind – sehr nette Bekanntschaft. Morgen wollen wir nach Okahandja zum Markt.

18.2

Nach ausgiebigem Frühstück geht es los. Kurz nach dem Kreisverkehr ist wieder dieses schabende Geräusch vorn links und es wird schnell schlimmer. Da ja HH nicht weit wohnt fahren wir kurz vorbei und er soll sagen, was wir machen, wäre ja schade, jetzt noch einen größeren Schaden, der verhindert werden könnte. Ich rufe an und er trifft sich kurz mit uns, erzählt was vom hinteren Radlager und wir sollen ruhig schön langsam nach Oka fahren. OK – wir fahren also zurück auf den Bypass – bis zum nördlichen Industriegebiet, dann wird das Geräusch so schlimm, dass ich umdrehe – wir kommen noch drei/vier Kilometer und dann ist endgültig Schluß auf dem Standstreifen – vorn rechts qualmt das Rad und wackelt bedrohlich – ich hatte ja schon vorher auf das Radlager vorn rechts getippt – jetzt ist es komplett kaputt, Späne liegen auf dem Boden. Wir rufen HH an und er kommt nach 5 Minuten mit seinem Mechaniker – der fährt das Auto zurück und wir bekommen für den Tag einen Polo – mit Verabredung am Nachmittag. Für Oka ist das OK. Schnell sind wir dort, parken an der Tankstelle und stürzen uns auf den Markt. Die Nervigkeit der Verkäufer hat nicht nachgelassen aber das Angebot ist schlecht – selbst die Kinder brauchen lange, bis Marc ein Hippo und Annika einen Wasserbüffel finden. Ein Oryx hatte ihr auch gefallen (mir auch) aber der Ansatz des Verkäufers von NAM$ 1500 wäre mir selbst bei 50% Reduzierung keine Verhandlung wert gewesen. Wir kaufen uns Mittagessen im Spar, da ja alles in der Kühlbox im Hilux ist und pausieren gemütlich. Dann geht’s zurück nach WDH in die Stadt. Wir flanieren etwas in der Mal und besuchen Cymot. Gegen 4 sind wir wieder bei HH. Der Schaden am blauen ist ziemlich groß. Auch der Bremssattel muss repariert werden. Aber er hat gerade einen weißen wiederbekommen und diesen bekommen wir für die Nacht. Alles wurde umgeräumt. Wir fahren wieder zurück zur Lodge. Die Nachbarn schauen nicht schlecht wegen der geänderten Farbe des Autos. Es wird ein gemütlicher Abend. Wir essen im Restaurant – das Essen war nicht so großartig.

19.2.

Heute ist der Urlaub zu ende. Vormittags wird eingepackt. Am Auto brauchen wir ja nicht viel machen. Die Kinder gehen noch mal baden. Ich fahre noch ein Stück Richtung Gamsberg – nur so. Die leuchtende Tanksäule mahnt mich zum Umkehren. Also kommt das Auto in die Mall Garage und wir schlendern noch ein bisschen durch die Stadt. Die letzten Vorräte werden im Park verzehrt – Leute beobachten ist zu schön. Wir erstehen auch noch zwei kleine Bushmänner für einen guten Preis. Das Angebot in WDH ist genau so gut, wie in Okahandja. Gegen 4 bringen wir das Auto zu HH zurück und das Taxi fährt (rast) uns zum Flughafen. Nach einem gemütlichen Einchecken sitzen wir draußen am Springbrunnen, bis es dunkel wird – Klasse. Der Flug ist OK –alles kommt an – in FRA sind -1 Grad. Na ja, in den hessischen Bergen ein kurzer Schneeschauer – aber sonst klappt alles. Schöner Urlaub!


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