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Ein günstiges Angebot der Air Namibia brachte uns zu unserer ersten Reise nach Afrika und gleich mit unseren beiden Zwergen (3 und 6). 16.12.2007

Die Anreise nach FRA funktionierte gut aber wir waren viel zu früh da und mit Kindern 4h auf dem Flughafen - na ja - einchecken gegen 20h auf zum Gate und da stand schon der Airbus mit der Sonnenfahne. Pünktlich ging es los. Die Kinder haben gut geschlafen - bei uns ging es so. Die Einreise gestaltete sich etwas langwierig aber um 8 Uhr waren wir draußen - ein Fahrer des Vermieters - AfricanTracks holte uns ab - es war schon sehr warm und wir sahen die ersten Affen und die Landcruiser auf dem Flughafenparkplatz - Afrika - endlich. Beim Vermieter in Windhoek dauerte es etwas, da noch ein Kunde vor uns dran war. Der Nissan war schon sehr gebraucht und nach 2 Häuserecken bin ich wieder zurück - keine A/C. Es wurde etwas herumgefummelt aber alles half nichts - also wurde die komplette Ausrüstung samt den beiden Dachzelten auf ein anderes Fahrzeug umgeladen - auf die Frage nach Kühlbox und Batterie wurde gesagt das geht schon - nur nachts sollte man sie ausmachen - ohne zweite Batterie fahre ich nie wieder! - Danach sind wir einkaufen und ab in die Arebbusch Lodge zur ersten Übernachtung - nach der Übernahme und dem Einkauf war es mittlerweile 16 Uhr. Nun noch alles umpacken und erst einmal den Abend genießen.

17.012.2007

Alle haben gut geschlafen und nach einem nochmaligen Einkauf der Sachen, die gestern vergessen wurden ging es los nach Westen auf die C26. 500m nach Windhoek hört der Belag auf und die C26 wird zur Schotterstrasse. Die Strecke über den Gamsberg Pass ist herrlich und gibt einen guten Einstieg von der Landschaft und der Einsamkeit des Landes. Wir machen Pausen und genießen das fremdartige Land. Tiere gibt es noch keine zu sehen. Zur Übernachtung finden wir die Rooisand Farm - ein kleiner Camping ist auch auf dem Gelände - sauber und ordentlich - es wird ein sehr schöner Abend - von Fern sieht man die ersten Antilopen, die Kinder spielen und es ist herrlich warm. Wir grillen Fleisch - ich genehmige mir ein paar Windhoek Lager- traumhaft.


18.12.2007



Ein schöner Morgen. Die Sonne wärmt alles auf. Wir machen uns wieder auf den Pad Richtung Süden. Es ist nicht viel Verkehr - alles ist trocken, die Riviere sind ausgedörrt. Kurz nach Solitare ist Mittagspause in der sengenden Sonne. Es ist nicht mehr weit bis Sessriem. Dort bezahlen wir unseren Obolus und Fahren in den Park - das Farbenspiel auf den Dünen ist schon beeindruckend, die letzten paar KM Sandstrecke auch. Es ist unheimlich heiss, Annika will in den Vlei wandern, aber ich lasse sie aufgrund der Temperaturen nicht, dass heben wir uns für später auf. Wir rasten etwas und fahren zurück mit kurzem Zwischenstopp an der Düne 45 - hochsteigen ist nichts für uns. Das Camp im Park schein uns nicht wirklich attraktiv und so fahren wir wieder zurück in den Norden. Alle Camps am Weg sind voll und es ist schon recht spät, als wir auf der Solitaire Guest Farm eintreffen - deutsch geführt. Nur drei Campsites mit schönem Blick nach Westen und einem zahmen Springbock … . Den Kindern macht's Spaß.


19.12.2007




Früh kommt ein Erdmännchen zu Besuch - es ist sehr lustig anzuschauen. Dann geht es wieder auf den Pad Richtung Norden, quer durch den Naukluft/Namib Park. Es ist eine lebensfeindliche Gegend - nur in den Tälern mal ein Baum. Nach geraumer Zeit sieht man das Meer in der Ferne und wir kommen nach Walvis Bay - das lassen wir links liegen und fahren weiter nach Swakopmund. Überall sind Südafrikaner auf den Dünen unterwegs. Swakopmund ist für uns erschreckend -so viel Deutschtum "mitten" in Afrika. Wir machen einen Spaziergang durch die Stadt und kaufen Peacefull Sleep und Citruscreme für das Gesicht gegen die Moskitos. Dann gibt es noch Fleisch und Kuchen - wir fahren ans Meer und machen Vesper - und ich fahre mich fest - ohne Luftdruck zu vermindern - nette Menschen helfen mir wieder raus. Wieder was gelernt. Die Suche nach dem Camping gestaltet sich kompliziert, denn es ist Ferienzeit. Schliesslich landen wir für NAM$ 400 auf dem …. . Ein unverschämter Preis. Annika und Marc spielen fangen. Neben uns reinigen 2 Schwarze für die Touris die Töpfe und kratzen die letzten Reste raus - gewöhnungsbedürftig - auch der Stacheldraht hinter uns.



20.12.2007



Heute geht es noch weiter nach Norden, immer am Meer entlang - wir legen eine Badepause ein - diesmal bin ich vorsichtiger mit dem Sand - es ist schön heiss. Die Landschaft wird noch trostloser. Erst als wir uns dem Brandbergmassiv nähern wird es etwas schöner. Die Kinder kaufen ein paar polierte Steine von den Einheimischen - wir fahren zum Parkplatz für die White Lady -aber 5 km wandern mit den Kindern bei 40 Grad im Schatten - fällt aus. Also geht's zum Camping an der Lodge - sehr schön gelegen unter den Bäumen im Riviere und wir lassen den Abend mit Grillfleisch und Ruhe ausklingen.


21.12.2007


Kaffee und Toast - ein guter Morgen. Durch die Halbwüste geht es weiter nach Norden Richtung Twyfelfontain - es stehen zwar Hinweise auf die Wüstenelefanten auf der Strasse, aber wir sehen keine - nur ihre Hinterlassenschaften. Es ist heiss und trocken. Der Burnt Montain ist ein schwarzer Felsenberg. Wir machen die Tour, um die Felsgravuren anzuschauen - 1h - geht grad so mit den Kids - das letzte Stück muss ich den Zwerg tragen. Es ist ganz interessant - schöne Bilder - zeugt davon, dass es mal feuchter und grüner war. Wir fahren noch ein ganzes Stück Richtung Outjo- morgen haben wir ja unsere Reservierung für den Etosha. Auf einer Lodge finden wir ein Nachtlager und lassen uns Orxy servieren - ein Traum - wir nehmen am nächsten Tag gleich noch was davon mit.



22.12.2007



Heute steht der Etosha auf dem Program - noch volltanken und Geld holen, die Vorräte auffrischen und schon sind wir am Eingangstor. Dort machen wir Picknick und essen 5 kg Äpfel mit den lokalen Kindern :-). Schon nach wenigen KM steht links ein Pickup und daneben ein Löwe - direkt neben der Strasse. Aber der schläft nur und so halten wir uns nicht lange auf - bis Okaukeju gibt es nur noch wenige Tiere, da auch der Bush ziemlich dicht ist. Im Camp selbst ist es heiss - wir machen eine kurze Pause und gehen dann auf Pirsch nach Westen. Es gibt Oryx, Springbock, Wüstenfüchse, Strauße, Zebras, und auch wieder einen Löwen, der sein Wasserloch verteidigt. Alles ist seeeeehr trocken. Abends im Camp wird gegrillt und es regnet kurz - ein schöner Abend, aber keine Tiere am Wasserloch.



23.12.2007



Gegen 10 geht es los auf Pirsch. Früh kann man mit den Kindern noch nicht los fahren. Wir sehen Zebras und Gnus und sonst nicht sehr viel. In Halali machen wir Mittagspause am Pool - ich hab gelesen, hier gibt's jetzt ein Day use fee. Der Weg nach Westen südlich bringt nicht viel Tiere - nur Bush - kurz vor Okaukeju dann endlich Elefanten und diese mit Zebras und Springböcken zusammen - ein schöner Anblick. Wir genießen es - und mit uns 10 Andere. Zurück im Camp stellen wir fest, das in unserem Campsite ein Overlander Truck samt Zelten steht - soviel zu den Reservierungssystemen im Etosha. Es löst sich aber noch auf und wir campen halt auf einem anderen Platz. Der Abend endet mit Grillen und mit quatschen mit den südafrikanischen Nachbarn.


24.12.2007



Heut ist Weihnachten und der Tag beginnt mit blauem Himmel und angenehmen 25 ° C. Heute verlassen wir den Etosha NP und fahren nach Westen Richtung Palmwag - eine schöne Fahrt durch weites Land - speziell die letzten Kilometer mit ihren Gebirgszügen sind beeindrucken und haben es in sich - bis zum 2. Gang - das Vet Gate in Palmwag ist ein Lacher -wahrscheinlich nur um die Autos anzuhalten und Souvenirs anzubieten - langsam wird man da rigoroser. Kurz danach der Abzweig zur Lodge - es ist nur noch das Gruppencamp frei - für NAM$ 270 !! - aber es ist ja Weihnachten. Das Camp ist das schönste von allen, denn es ist das letzte. Wir machen uns einen schönen Nachmittag, es ist noch ziemlich heiß und plötzlich hatte der Weihnachtsmann auch schon Geschenke für die Kinder hingelegt - und die haben es nicht bemerkt ;-) - Die Schokolade schmolz sofort! Kurz darauf krachte es hinter dem Truck und ein kleiner Wüstenelefant erntete einen Baum ab - was für ein Weihnachtserlebnis - der erste Elefant in freier Wildbahn - 4 Meter hinter dem Auto - das ist einem nicht ganz egal! Ich hatte noch ein schönes Stück Oryx im Cooler - ein sehr schöner Abend mit einigen Elefantensichtungen und in traumhafter Atmosphäre. Nachts krachte und raschelte es rund ums Auto - huuuh.




25.12.2007

Nach einem guten Frühstück geht's weiter Richtung Norden - tanken war nicht, da das Bargeld nur noch sehr dünn war und wir dachten, dass es in Seisfontain wieder was gibt - ein Fehler. Die Fahrt war sehr schon durch eine extrem karge Landschaft. Plötzlich eine Giraffe mitten in einer Steinwüste - bizarr. Nach dem Reiseführer hatten wir eine völlig andere Vorstellung von Seisfontain - es dauerte eine Weile, die Tankstelle zu finden - Benzin war alle. Für das Fort hatten wir kein Interesse. Mit ungutem Gefühl ging es weiter Richtung Opuwo durch ein langes Tal über einige Pässe - gern hätten wir hier im Nirgenwo gecampt aber ohne Benzin eine Anfahrt von 10 -20 km?? Nein. Opuwo ist enttäuschend - sehr schmutzig - viele Himba - die geradezu verwundert waren, dass wir sie nicht fotografieren wollten, Geld gab's und auch eine Tankstelle. Es hatte trotz des Feiertages sogar ein Markt offen - schön afrikanisch - nur Regale in einer Lagerhalle - ich kauf Milch und Reis und Annett muss draussen die Bettler abwehren. Camping gibt es nicht - Lodges liegen in der Stadt. Wie beschliessen Richtung Ruacana weiterzufahren. An der Kreuzung der C41 mit der C35 ist eine Polizeikontrolle und ein Stoppschild - ich fahre 3m zu weit und werde fast verhaftet. Das Auto wird durchsucht und man hängt sich an einem Beutel Steine auf, die die Kinder gesammelt habe - den nehmen die uns weg - das muss ich mir von den Kindern bis heute anhören. Bis nach Ruacan Falls ist die Strasse sehr gut und ich rase meinen Frust ab… . Das Ferienzentrum dort ist sehr schön und für Nam $ 80 übernachten wir - aufgrund des Kuene ist alles grün - ganz fremd nach einer Woche gelber Wüste. Die Fälle haben leider kein Wasser, also schenken wir uns das - Regenzeit hat noch nicht begonnen.

26.12.2007

Quer durch Ovamboland geht es entlang der Angolanischen Grenze nach Osten. Das Land ist jetzt dicht besiedelt und es ist schon ein Kontrast zum bisherigen - aber sehr schön- Fröhliche Menschen - lustige Dörfer - ein IFA L60, die SWAPO Fahne … . Nahe dem Ost Gate des Etosha campen wir in der Sachsenheim Lodge - sauber und gut, nur die Malarielamentiererei der deutschen Touris am Pool kann ich nicht ausstehen. Ich unterhalte mich mit einer Amerikanerin, die in einem FJ60 unterwegs ist - geliehen - wer mach so was. Sie arbeitete für USAiD in namibischen Waisenhäusern und brachte mich auf die Idee mit Botswana.



27.12.2007



Alle haben sehr gut geschlafen. Wir haben keinen Stress und fahren nach Süden Richtung Grootfontein. Die Landschaft wird immer grüner. Die Stadt ist nicht wirklich beeindruckend, das Fort genauer zu besichtigen hat niemand richtig Lust. Annett kauft sich einen bunten Schal und stocken unsere Vorräte auf. Als nächstes geht's zu dem gossen Meteoriten , gleich in der Nähe. Das Ding ist wirklich beeindruckend und es ist kein Mensch da. Über rote Schotterstrassen und durch grüne Landschaft geht es weiter nach Süden Richtung Waterberg. Es zieht sich ganz schön hin. Wir machen eine kleine Mittagspause und an den Cattle Gates öffenen uns kleine "Schokoladenkrümel" bereitwillig die Tür. Dafür haben sie sich 50 NamCent verdient. Camps sind dünn in diesem Teil des Landes und wir müssen bis zur Waterberg Lodge fahren. Dort wird uns Einlass gewährt und über eine steile Strasse gelangen wir zum Plateau, auf dem der Camping liegt - ich glaube nur 6 Sites. Der Platz ist wunderschön - ruhig, sauber und mit einem kleinen Pool mit super Ausblick - die Kinder müssen gleich reinspringen - Grillen, ein Windhoek Lager und wohlfühlen.



28.12.2007


Wir haben keine weiteren Tiere gesehen. Es geht weiter nach Südwesten. Über die Route waren wir uns nicht ganz klar also haben wir noch die Dinosaurier Footprints besucht und sind dann nach Omaruru. Ins "Kleine Nest" gefahren - mitten im Ort aber ganz hübsch - wir waren ganz allein.



29.12.2007



Heute noch einen Besuch an der Spitzkoppe. Die Strasse nach Swakop ist ganz schön befahren - sind wir gar nicht mehr gewöhnt. Die Spitzkoppe ist wirklich Klasse - besonders im Westen, wo das Massiv zu Ende ist - phantastischer Ausblick und kein Mensch da. Das nächste mal werden wir mal campieren. Zwischendurch regnet es und wir müssen sogar was anziehen. Es geht zurück nach Okahandja, wo wir am Von Bach Dam übernachten -auch ein DWNPR Gebiet - der Camping ist saumäßig und voll aber es gibt nicht wirklich Alternativen - Abends wird noch mal gegrillt.



30.12.2007


Heute früh kam der Schock 280 NAM$ hat der ganze Spass gekostet - na ja hinterher ist man klüger. Dann kam endlich der Kunstgewerbemarkt - es ist schon ganz schön nervig - besonders wenn man früh der einzige Kunde ist. Aber wir habe auch das überlebt und einige schöne Sachen erstanden. Die Fahrt bis Windhoek ist kurz und unspektakulär - wir buchen uns wieder in der Arebbusch Lodge ein und ruhen uns aus.

31.12.2007

Nach dem Aufstehen ist Einpacken und Saubermachen angesagt. Mittags geht's zum Vermieter zurück - keine Probleme - der bringt uns dann noch in die Stadt und holt uns Nachmittags für die Fahrt zu Flughafen wieder ab. Die Stadtbesichtigung ist, wie erwartet, nicht so der Bringer und bei der Hitze ziemlich anstrengend. Als das Flugzeug abhebt, ist die Sonne gerade untergegangen - … Silvester in den Wolken aber zum Glück "dürfen" wir alle schlafen. Tolle Reise und "infiziert" - unbezahlbar.

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