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Zambia und Malawi 2015 - in Arbeit

Wir sind diesmal wieder im bewährten Team unterwegs mit 2 Hilux Dokas von Hemingways aus Livingstone. Also Tilo, Anita, Annett, Annika, Marc und Christian. Die Flüge waren lange gebucht mit den Emiraten von München über Dubai nach Lusaka International. Die Autos wurden nach Lusaka geliefert. Insgesamt alles kein wirklich billiges Unterfangen aber es hat alles super geklappt und viel Spass gemacht.

8.2.

Ich glaube, wir haben alle gut geschlafen. Annika hatte noch ein Zäpfchen genommen und das scheit gewirkt zu haben. Doch zurück. Die Anfahrt nach München hat eigentlich gut funktioniert, Schnee gab es keinen. Eingecheckt hatten wir ja schon online und so mussten nur noch die 1,5 Stunden herumgebracht werden. Der 380 nach Dubai war voll. Der Flug für alle etwas anstrengend. Keiner hat in den 6 Stunden bis Dubai richtig geschlafen, es war auch ziemlich warm im Flieger. Etwas später als geplant kamen wir in Dubai an, das kam einem alles ziemlich bekannt vor. Die 2 Stunden waren nicht wirklich viel und irgendwie fühlten wir uns in dem A340-300 ER nach Harare mit Zwischenlandung in Lusaka richtig wohl. Alle konnten etwas Schlaf nachholen und das erste Mal sind wir am Tag über Afrika geflogen, hätte er Kili nicht in Wolken gelegen, hätten wir ihn super gesehen. Nach der kenianischen Grenze stand auch sehr viel unter Wasser und wir konnten die vollen Flüsse sehen. Auch die Bengwuela Sümpfe waren überschwemmt. Pünktlich landete EK713 auf dem Kenneth Kaunda International. Herrlich, so ein kleiner Flugplatz. Schnell waren wir über das Rollfeld gelaufen und standen in der kleinen Schlange zu Einreise. Annika sah ziemlich blass aus und hat wohl etwas Fieber. In der letzten Zeit hatten alle Schulen mit Grippe und Ähnlichem zu zun. Relativ schnell bekommen wir die Visa, die Kinder sind erstaunlicherweise kostenfrei. Das Gepäck dreht schon Runden auf der Gepäckbahn und schnell sind wir raus, nachdem kontrolliert wurde, ob wir auch das richtige Gepäck mitgenommen hatten. Der Fahrer war auch da und schnell wurden noch ein paar Tausend Kwacha aus dem Automaten gezogen. Die Strecke bis zum Pioneer Camp war nicht weit. Irgendwie sah es aus wie in Uganda. Schlechte Strasse, Leute überall auf der Strasse, Stände mit Holzkohle und Drinks überall. Checkpoints, Laster in unterschiedlichen Zuständen, das Alles wird uns viel Spaß machen. Bis zu Camp geht es noch 5 km Feldweg quer durch die Siedlungen. Das Camp gefällt uns ganz gut. Das 6 Personen Chalet ist sehr groß und wir haben nichts zu meckern. Annika muss sich hinlegen und Marc hat schon den Pool entdeckt. Wir ordern das Abendessen und da ist auch schon Wilson mit dem ersten Auto da. Oliver kommt mit dem nächsten bald nach. Die Hiluxe ähneln denen, die wir sonst immer haben sehr. Zustand ist OK. Es wird langsam dunkel, wir essen im Restaurant und drinken noch einen Absacker. Es war halb Zehn, als wir alle ins Bett fallen. Jetzt ist schon die Sonne da und im Moment brüllen früh noch die Hähne und Kühe, nicht die Löwen und Elefanten... .

Ich fange schon ein bisschen an, einzupacken und langsam kommen alle aus den Federn. Wir packen alles zusammen und schaffen es wirklich, bis um neun fertig zu werden. Dann gibt es Frühstück. Das ist nicht schlecht. Aber erst müssen wir noch den Morgenappell einer deutschen Hilfsorginsationskonvoiaktion miterleben. 40 Leute mit 27 Autos von Namibia nach Malawi um dort Amaroks zu verkaufen in 14 Tagen. Toll, dafür sind wir nach Afrika gefahren. Zum Glück haben die uns nicht gestört. Es gibt Bacon, Rührei, Marmelade, Beans und Toast. Wir werden alle gut satt. Bezahlen müssen wir leider etwas mehr. Man berechnet uns für den Transport vom Flughafen USD80. Wir fahren zurück in die Stadt zum Pick 'n Pay und kaufen für ZMW 2600 Verpflegung. Das ist schon beträchtlich teurer als in Südafrika. Kurz nach 12 sind wir fertig, kaufen noch etwas Gemüse auf dem Markt, tanken voll und machen uns auf den Weg nach Osten. Die Fahrt verläuft ruhig. Erst ist das Hochplateau von Lusaka relativ flach. Dann kommen immer mehr Berge des Escarpments des Zambesi dazu. Alles ist wunderbar grün. Einige wenige Dörfer säumen den Weg. Die Leute verkaufen Gemüse und Holzkohle. Einige wenige Laster quälen sich die Berge hoch. Obwohl wir wissen, dass die große, deutsche Gruppe heute auch dort übernachten wird, peilen wir das Bridge Camp am Luangwa Fluss an. Das ist eigentlich auch für die Gruppe geblockt aber wir finden noch eine Ecke. Wir machen ein gemütliches Abendessen und quatschen noch etwas. Der Luangwa hat zwar viel Wasser aber eigentlich einen Meter zu wenig. Schön für uns. Wir freuen uns alle schon auf den SLNP. Jetzt um 10 läuft der Generator immer noch. Wir machen jetzt Schluss. Gute Nacht.

9.2.

Die Nacht war eigentlich ruhig, Wir sind noch einmal über die Strasse gegangen und haben ein paar Fleckenginsterkatzen im Gebüsch beobachtet. Sonst gab es Hühnchen mit Bratkartoffeln und Ofenkartoffeln. Gegen dreiviertel Zehn kommen wir los und fahre über dir Brücke des Luangwa. Dort muss man natürlich warten und dann beginnt Baustelle um Baustelle. Annika geht's inzwischen wieder schlechter und sie ist ganz blass. DIe Strasse schlängelt sich durch einen schöne Landschaft mit Bergen und viel Grün. Manchmal muss man kilometerweit neben der Strasse fahren und manchmal halb auf der Strasse. Es gibt auch andauern Humbs über die man teilweise fliegt. Sonst macht es eigentlich viel Spass. Es ist viel Leben auf der Strasse. Die Busse rasen zwischendurch. Ab und zu gibt es eine Polizeikontrolle, aber wir werden immer durchgewunken. Wir halten ein paar Mal an, um uns Gemüse und Obst zu kaufen. Bananen kommen mit und Orangen. Die Strecke zieht sich ganz schön hin. In drei Stunden hätten wir das gestern nie geschafft. Wir müssen Annika wieder ein Zäpfchen geben, sie hat inzwischen 39.1 Fieber.

Es ist inzwischen schon 17.00 Uhr und wir kommen in Chipata an. Da wir noch etwas einkaufen müssen, werden wir wohl nicht mehr bis zum Wildlife Camp fahren, Annika sieht auch sehr schlecht aus. Wir fahren erst zum Shoprite, da gibt es nicht so viel und dann zum Spar. Beim Shoprite wollen die Jungs wieder Geld für Autoaufpassen. Das ignorieren wir einfach und die Mädels beiben eh im Auto. Wir kaufen auch an der Strasse noch ein paar Möhren und Bananen. Als wir aus dem Spar rauskommen, fängt es an zu schütten und wir müssen etwas warten, da gibt es auch noch ein paar Erdnüsse. Dann werden die Autos noch vollgemacht und wir fahren in's Mama Rulas BB. Dort sind zwar wieder die VW Fahrer, aber hinten im Garten ist noch Platz. 45 ZMW. Wir machen Kaffeepause und dann noch eine kleine Suppe zum Abendbrot. Wir sitzen noch im Dunkeln und quatschen. Nachts fängt es an zu regnen. Aber alles hält dicht.

10.2.

Alle schlafen aus. Früh ist es noch sehr erträglich, und wir können in Ruhe Frühstück machen. Dann räumen wir in Ruhe zusammen und fahren los. Wir suchen noch einen Topf zum Backen, aber das dauert etwas, da keiner wirklich sowas hat, müssen wir am Ende ein Topfset aus Alu nehmen. Spass macht es trotzdem mit den Jungs zu handeln . Bis zum SLNP sind es noch 140 km. Eine schöne Strecke durch Dörfer, Hügel und dann das Escarpment herunter. Überall kommen die Kinder von der Schule nach Hause und winken fröhlich. Die Strasse ist relativ gut und kurz nach einer Stunde sind wir am Luangwa. Wir fahren zum Wildlifecamp und richten uns ein. Heute wird nichts anderes gemacht. Wir hängen einfach ab und geniessen das schöne Leben. Das Camp ist sehr schön und wir suchen uns einen Platz am Fluss. Wir sind natürlich allein und geniessen das Leben.

Abends kochen wir uns Bratkartoffeln und Hühnchen. Wir hatten Holzkohle gekauft aber diese schien noch nicht so ganz trocken zu sein und brannte nicht so besonders gut an. Das Hühnchen kam dann aber etwas später. Nachts kam Wind auf und es fing an zu regnen, der wackelte ganz schön an den Zelten. Man kann über dem Fluss die Blitze sehen. Irgendwann schlafen wir ein. Der Nachtmann hätte am liebsten Tilos SMD Strahler, damit sehen wir auch das Hippo im Camp rumlaufen, später hören wir einen Leoparden, der hinter dem Camp flussabwärts herumstreicht. Sehen kann man ihn nur kurz.

11.2.

Früh regnet es immer noch leicht. Alles ist grau und wir schlafen etwas länger. Heute ist sowieso nur Camptag geplant. Ich gehe mit dem Regenumhang etwas Richtung Rezeption spaziere, aber die Tiere sind sehr scheu. Als alle wach sind, hat auch der Regen aufgehört und wir machen in Ruhe Frühstück. Sobald sich die Sonne blicken läßt, wird es schnell warm und feucht. Annika geht es wieder gut und Marc verbringt den ganzen Tag am Pool. Später müssen wir ihn regelrecht wegschleifen. AUßer uns ist noch ein Drifters Laster angekommen. Wir quatsche etwas, es sind nur 2 Paare für den ganzen Laster.Wegen Ebola haben ganz viele Leute abgesagt. Spass macht es aufgrund des vollen Programms wohl trotzdem nicht wirklich. Sie sind wirklich von 6 Uhr morgens bis zum Sonnenuntergang unterwegs. Das würde uns keinen Spass machen, man man muss auch abhängen können. Nachmittags wird ein Brot gebacken und Tilo versucht sich im Angeln. Das klappt nicht wirklich.

Alle Lesen oder Schlafen, sind im Pool oder hängen nur ab. Hinter dem Camp sind die Elefanten unterwegs und man kann sie gut beobachten. Später kommt ein Waran ähnliches Tier und frisst die letzten drei Hühnerknochen vom Grill runter, im Ganzen. Das Tier ist aber nur 50cm lang, erstaunlich. Die Burenwürste zum Abendbrot schmecken allen sehr gut und später erzählt uns noch der Nachtmann aus seinem Leben, er war im Luangwa Tal aufgewachsen. Nachts regnet es diesmal nicht, nur kühlt es schön ab und man kann sehr gut schlafen, die Hippos grunzen um die Wette. Morgen wollen wir zeitig aufstehen.

12.2.

Um fünf ruft uns der Nachtwächter. Hinter der Bar haben ein paar Löwen ein Impala gerissen. WIr stehen schnell auf, es ist noch dunkel und man kann immer nur ein paar kleinere Details erkennen. Da wir nun schon mal wach sind, packen wir gleich zusammen und sind kurz nach 6 am Tor, wo wir unsere Obuli von USD150 und ZMK 35 bezahlen. Wir fahren flussabwärts und sehen viele Elefanten, die Giraffen wollen uns den Weg versperren und benehmen sich kindisch. Die einzelnen Elefantenbullen sind ziemlich aggressiv. Die Wege enden teilweise in Wasserlachen und so müssen wir immer mal wieder umdrehen. Zur Frühstückspause beehren uns Königskraniche und ganz kurz eine Hyäne. Es ist eine wunderschöne Landschaft viel Grün und alle Tiere beim Fressen. Es gibt überall Junge. Einmal lassen wir Wasser aus einer Pfütze ab nur um 200 Meter später endgültig umdrehen zu müssen. Quer in einen Teich mit Seerosen wollten wir dann doch nicht fahren.

Wir kommen an einen Seitenarm und sehen dort einen Touristen, der mit einem Boot herumgefahren wird. Das ist bestimmt auch ganz interessant. Es ist inzwischen fast 11 Uhr und wir beschliessen, erst mal ins Camp zurück zu fahren und uns ein paar Stunden auszuruhen. Wir kochen uns eine Suppe und ruhen uns aus. Die Kinder gehen in den Pool. Viel zu schnell vergeht die Zeit. Um drei machen wir uns noch einmal auf die Pirsch. Wir beschliessen, in die andere RIchtung zu fahren und biegen nach der Mfuwe Lodge nach Norden ab. Hier ist das Land offen und es gibt wieder Elefanten und Antilopen. Alles ist ziemlich nass und man muss aufpassen, dass man nicht vom Weg abkommt. Wir wollen eigentlich zum Lion Camp.

Etwas flussaufwärts entdecken wir eine Herde Büffel, die sich fast komplett in eine Schlampfütze vergraben hat. Eine kurze Strecke weiter ist Schluss, schwarzer aufgeweichter Cotton Soil. Wir drehen um, kurz danach rutscht mir der Hilux in den Graben, da muss herausgezogen werden. Wir binden die Gurte zusammen und der andere Hilux hat kein Problem - außer dass jetzt Tilo im Grabe hängt, also ziehen wir uns gegenseitig wieder raus.

Die Zeit ist rum und wir müssen wieder zurück. Um sechs muss der Selbstfahrer aus dem Park heraus sein. Wir fahren noch ins Dorf und kaufen auf dem Markt Gemüse nach. Es gibt Mangos, Tomaten und neue Kartoffeln. Abends machen wir uns daraus einen Salat und grillen Rindfleisch. Es wird ein schöner Abend. Es kommt eine kleine Brise auf aber der Regen bleibt aus. Die Hippos grunzen und die Paviane schreien, hier könnte man es wirklich ein paar Wochen aushalten.

13.2.

Heute wollen wir nicht zwei Mal in den Park. Das war uns allen zu anstrengend. Wir müssen außerdem noch ein Brot backen und so beschließen wir, mittags mal zu versuchen, die Petauke Road zu fahren. Vorher hängen wir im Camp ab, die Kinder gehen im Pool baden und wir backen ein neues Brot. So gegen 12 packen wir zusammen und fahren los. Es ist ein schöner Urwald und es kommen uns immer wieder Leute auf Fahrrädern hoch bepackt mit Holz entgegen. Wahrscheinlich wird der Brennholzbedarf aus der GMA gedeckt. Weit kommen wir nicht. Ein kleiner Fluss hat alles weggespühlt. Da ist Schluss. Es hätte als wirklich nichts gebracht, diese Strecke aus der anderen Richtung zu versuchen. Wir entscheiden uns dafür, doch noch einmal in der Park zu fahren, das ist ja nicht weit, kostet halt wieder USD 150 plus 34 Kwecha. Wir versuchen soweit wie möglich in den Westen zu fahren, das endet bald im Schlamm. Also drehen wir um und fahren noch einmal die ganzen Loops und beobachten die Elefanten und Zebras beim Fressen. Das Licht ist sehr schön. Es sind auch ganz viele kleine Elefanten dabei. Dann ist die Zeit auch schon vorbei und wir müssen den Park verlassen. Leider haben wir keine Leoparden gesehen. Wir setzen uns noch an den Fluss und lassen den Tag ausklingen.

14.2.

Heute müssen wir leider wieder los, aber früh um fünf geht wieder ein Schrei durch das Camp. Die Löwen streifen durch das Camp. Wir sehen sie hinter uns. Also wieder nicht ausschlafen. WIr packen zusammen und machen Frühstück, bezahlen unsere Rechnung in Höhe von USD 112. Das ist sehr günstig. Wir fahren zurück Richtung Osten und stocken im Spar in Chipata unsere Vorräte auf. Bis zur Malawi-Grenze ist es nicht weit. Wir tauschen vor dem Spar schon ein paar Kwacha. Die braucht man zur Bezahlung des Tip und der Versicherung. Sonst sind alle ganz locker an der Grenze. Das Setup ist etwas verwirrend aber zu finden. Wichtig ist, dass man zu Fuß erst die Versicherung kauft, bevor man losfährt. Dazu war nach der Grenze 200 rechts ein kleines Büro. Es dauert halt etwas. In Summe bezahlen wir für die beiden Autos MKW 27.000. Nach der Grenze versuchen wir etwas Geld aufzutreiben. Das ist nicht so einfach, aber nach 4 Banken klappt das auch. Jetzt haben wir noch die schöne Strecke nach Lilongwe vor uns. Ab und zu sind Polizieposten, aber wir werden überall freundlich durchgewunken. Die Menschen sind freundlich und die Kinder winken. Alles ist sehr grün und überall gibt es kleine Felder mit Mais und Tabak. Verkehr ist nicht viel aber hunderte Menschen und Fahrräder auf der Strasse. Überall ist das Leben auf der Strasse zu beobachten oder auch die Lieblingsbeschäftigung in Malawi, neben dem offensichtlich erfolgreichen Produzieren von Kindern, das Sitzen an der Strasse. In Lilongwe suchen wir uns das Barefoot Camp raus. Das liegt gleich am Anfang der Stadt. Erst will man USD 20 pP und wir wollen schon wieder gehen, einigen uns dann auf USD 10 pP und die Hälfte für Marc. Leider gibt es doch keinen Pool. Wir kochen Spaghetti mit Napoli Soße. Danach löten Tilo und Marc noch Marcs MP4 Player. Die Disco Music aus der Bar wird dann auch ausgemacht und wir habe eine ruhige Nacht.

15.2.

Es war relativ ruhig nur hat es nachts geregnet. Wir machen in Ruhe Frühstück und nehmen die Strasse Richtung Lilongwe. Wir umgehen die Stadt auf dem Außenring und der Verkehr ist eigentlich OK. Richtung Salima geht es nur gemächlich vorwärts, wie eigentlich immer in Malawi. Es gibt zwar wenig Autos dafür spielt sich aber das ganze Leben auf der Strasse ab und es gibt Tausende von Fahrradfahrern, die alles Mögliche vom Schwein bis zur Holzkohle und Taxigästen darauf transportieren. Es macht aber viel Spass, das alles zu beobachten und wir werden manchmal angeschaut, wie die ersten Menschen. Ausländische Autos sieht man sehr sehr selten in Malawi, welche mit Dachzelten haben wir gar nicht gesehen. Wir kaufen noch auf dem Strassenmarkt einige Bananen, Eier und Kartoffeln. Außerdem noch eine Süsskartoffel von einem kleinen Jungen. Die Preisdiskussionen gestalten sich mangels Englischkenntnissen der Locals nicht einfach aber lustig. Marc besorgt sich noch ein Paar Pommes und die Musik ist so laut, dass man sich mit den Händlern nicht wirklich unterhalten kann. Wir nehmen noch die Stichstrasse nach Senga Bay und steuern das Cool Runnings Camp an. Dazu muss man mitten durch das Dorf und dann ist es aber leider voll. Wir fahren 3 km weiter bis zum Step’s Camp. Das ist zwar auch der Tagesstrand aber der Platz ist groß genug und später sind wir fast alleine.

Es macht Spass, das Tagesgeschehen am Strand zu beobachten. Außer uns sind noch zwei andere Deutsche da, ein nettes Paar aus Augsburg und ein junger Mann, der mit keinem redet. Wir spannen die Planen auf, da es angefangen hat zu regnen und bekämpfen die Baboons mit der Schleuder. Es gibt einen schönen Strand und Marc geht baden. Wir machen in Ruhe Abendbrot und spielen dann noch Rommee. Die Nacht ist eigentlich ruhig. Auch die Bar wird dann geschlossen. Der See rauscht vor sich hin und ist eher wie ein Meer.

16.2.

Wir sind früh aufgestanden und es gab wie immer Schinken mit Rührei und Brot. Dannachhaben wir alles zusammengepackt und sind Richtung Cape McClear gestartet. Durch grünes Land und kleine Dörfer kamen wir gut voran. Es war unheimlich schwül und warm. Sonst ist diese Tour unspektakulär, dem See kommt man nicht wirklich nahe und nur manchmal ist er in der Ferne auszumachen. Annika: “ Nachdem wir auf einer großen Teerstraße bis kurz vor den Nationalpark gefahren sind gab es dann Sandstraße. Wir fuhren erst durch ein kleines Örtchen (Chemwe) und es stank dort sehr nach Rauch, Abfall und Fisch. Es gab sehr viele kleine Kinder die uns zuwinkten. Wir fuhren auch über einen Strom aus Abfall der in den Malawisee floss. Am Ende der Staße war dann das Camp. (Eagle’s Nest) Wir bauten die Dachzelte auf und setzten uns an das Auto. (um abzuhängen) Da kamen schon die ersten, die das Geld für die Bootstour haben wollten, die wir vorher "gebucht" hatten. Wir mussten 50$ im Voraus bezahlen. Dann kamen noch welche, die Souvenirs verkaufen wollten. Nach längeren Verhandlungen einigten wir uns dann auf einen Preis. Danach gingen sie wieder. Da kamen auch schon die nächsten die Souvenirs verkaufen wollten. Aber wir machten ihnen klar, dass wir schon genügend hatten.

Es kam auch schon das Boot, welches uns zu unserer Bootstour abholen sollte. Aber wir schickten sie wieder weg denn sie waren eine Stunde zu früh. Wir ruhten uns aus und aßen noch etwas und dann kam auch schon wieder das Boot. Die Bootstour konnte beginnen. Als erstes gingen wir an Land, um eine Tauchebrille zu holen die Tilo bestellt hatte. Dann gingen wir ein zweites Mal an Land und nahmen 7 Fische mit. Dann fuhren wir zu einer Insel die Tubu West oder so ähnlich heißt. An dem Felsen fütterten wir Fische und Tilo versuchte einen blaues Männchen zu fangen, was er nicht schaffte. Nachdem alles Brot verfüttert war, fuhren wir weiter und fütterten die Seeadler mit den Fischen. Dann versuchte Tilo etwas zu Angeln aber es funktionierte nicht, auch nicht nach mehreren Anweisungen der Afrikaner. Wir fuhren zurück und gaben die Taucherbrille ab. Dann fuhren wir zurück zu unseren Campsite und verfingen uns fast in de Fischernetzen. Als wir an dem Campsite ankamen, fingen wir mit der Abendbrotvorbereitung an. Es gab tote Kuh mit Bratkartoffeln und Zwiebel-,Tomaten-, Gurkensalat. Bloß der Gaskocher funktionierte wegen des Windes nicht richtig, aber wir bekamen es trotzdem gebraten. Dann gingen alle schlafen.“ – Annika aus.

Eigentlich war die Tour ganz lustig, die bunten Fische des Malawisees sind schon was exotisches. Die Adler haben auch die Fische super aus dem Wasser gezogen und insgesamt war auf der Sunset Tour eine schöne Stimmung. Das wurde wieder etwas getrübt, als uns dann eröffnet wurde, dass man statt der vereinbarten USD 90 für die 2h plötzlich USD 150 haben wollte. Das haben wir abgelehnt, außerdem war es auch so gebucht. Ingesamt ist da die Schmerzgrenze ziemlich niedrig. Selbst bei uns hätten 2h auf einem Holzkahn nicht EUR 130 gekostet. Außerdem haben Sie bestimmt für USD 10 Benzin verfahren und die Stundenlöhne im Malawi sind jetzt nicht so hoch. Wir haben uns dann nicht weiter drum gekümmert und der Camchef hat das geklärt. Insgesamt waren wir die einzigen Touris im ganzen Ort. Alle anderen Camps waren leer.

17.2.

Annika:“ Wir sind heute doch losgefahren und haben nicht noch einen Tag übernachtet, denn beim Frühstück ist schon weder ein Afrikaner gekommen und hat noch 5$ mehr für die Nacht verlangt und wir wollten uns nicht ganz abzocken lassen also haben wir bezahlt und sind abgefahren. Wir fuhren dieselbe Sandstraße zurück und sind dann durch die Berge an der Grenze von Malawi und Mozambik entlanggefahren. In den Bergen gab es immer mal Verkaufsstände die Holzautos, Holzfahrräder, Holzmotorräder und mehr Holzsachen verkaufen wollte. Am 6. oder 7. Stand hielten wir an und kauften das größte Auto und für Marc ein Miniauto. Tilo und Anita kauften ach ein mittleres Auto und ein Fahrrad an dem man sogar in die Pedale treten konnte und sich die Räder drehten. Nachdem wir den Einkauf getätigt hatten, fuhren wir bis nach Lilongwe - der Hauptstadt Malawis - um zu übernachen. Wir fuhren erst zu dem Mabuya Camp aber hier waren die Plätze zu klein so mussten wir nochmal los um einen neuen Campingplatz zu suchen. Da Marc schon die ganze Fahrt genervt hatte, fuhren wir noch einmal durch die halbe Stadt um eine Apotheke zu suchen (um Ohrentropfen zu beschaffen). Dann konnten wir endlich zu einem Camp fahren das wir im Golfclub fanden. Nachdem der Platz und die Toiletten inspiziert waren, mussten wir noch einmal zurück um zu bezahlen. Auf dem Rückweg wurde mit Erstaunen festgestellt, dass auf der anderen Seite des Fußballfeldes Tabak getrocknet wurde. Der Preis betrug 5$ aber wir konnten auch 10000MK bezahlen. Dann konnten wir endlich campieren. Gerade als die Kohlen glühten, fing es an zu regnen und die Plane wurde wieder aufgebaut. Zum Schutz des Feuers musste ein Kochtopfdeckel herhalten. Als der Regen aufgehört hatte begannen wir mit den Abenbrotvorbereitungen. Es gab Fleisch mit Nudeln und Gemüse. Dann wurde nach dem Aufwaschen noch Rommeé gespielt. Nachdem der Stadionsprecher(Prediger mit Lautsprecher) verstummt war, wurde schon wieder der Teufel an die Wand gemalt, denn der Muhezzin würde am Morgen früher oder später zum Gebet rufen.“

Wir hatten lange diskutiert, ob wir noch einen Tag am See bleiben sollten, aber die Strecken sind doch zu lang. Also entschieden wir uns, nach Lilongwe zu fahren und am nächsten Tag von Lilongwe zum Bridge Camp zurück. Die Fahrt durch die Berge war sehr schön, alles sehr grün und stark bewirtschaftet. Überall schleppten die Frauen Holz ins Tal. Der Stop bei den Souvenirständen war wirklich toll. Klasse, was die Jungs da so zusammenbauen. Die Strecke an der mozambikanischen Grenze lang, war ganz interessant, auch hier wieder, überall Leute und Ansiedlungen. In Lilongwe suchten wir endlich mal eine Apotheke, um Marcs Ohrenschmerzen zu behandeln, das hat auch gut funktioniert. Camping am Golfplatz war OK, nur dass man sich sowohl relegiös gesehen als auch physisch, zwischen unterschiedlichsten Gotteshäusern befand, die alle mit mehr oder weniger lautem Sendungsbewusstsein ihre Botschaften verkünden mussten … .

18.2.

Es wurde über den Muezzin geklagt der um 4Uhr zum Gebet gerufen haben sollte und als er fertig war soll wenig später der Hassprediger angefangen haben wieder rumzuschreien. Nachdem die Dachzelte gepackt waren fuhren wir los. Sonst war die Nacht OK Wir fuhren bis zur Grenze, an der wir wieder etwas verwirrt waren, welcher Schalter jetzt in welcher Reihenfolge abzuarbeiten war, aber am Ende hat alles geklappt. Nach der Grenze hielten wir an einem kleinen Weg an um zu picknicken. Es gab Brot mit Salami und Käse und Nudeln mit Käse und Ketchup. Während des Essens kamen zwei Mädchen vorbei die anhielten und sich über uns kaputt lachten und wir wissen nicht warum. Nachdem der Schulbus beide abgeholt hatte beendeten wir unser Essen und fuhren weiter. Die Great East kannten wir ja noch und es zog sich wieder ganz schön hin, aber wir kamen kurz vor vier an der Brücke über den Luangwa an. Im Dorf versuchten wir, noch etwas Gemüse zu organisieren. Die gab es dann hinter allen Ständen zwischen den Einheimischen, das hätten wir nie gefunden. Hat aber Spass gemacht. Zur Übernachtung hatten wir wieder das Bridge Camp ausgesucht. Was anderes gibt es ja in der Gegend nicht. Diesmal waren wir die einzigen Gäste. Zum Abendbrot kochten wir Eintopf und die Süsskartoffel die wir mal gekauft hatten. Der vorletzte Abend war ruhig und wir genossen den super Eintopf.

19.2.

Als wir wie immer gefrühstückt hatten, starteten wir unsere letzte Etappe zurück nach Lusaka. Wir wollten zum Eureka Camp und damit quer durch die Stadt. Auf der Kafue Road wurden wir geblitzt. Irgendwie waren wir genauso schnell wie die anderen Autos gefahren. Aber als wir das den Polizisten sagten, fragten sie nur ob wir uns das Nummernschild des Autos vor uns gemerkt hätten. Andere Autos, die sie anhielten mussten überhaupt keine Strafe bezahlen und als wir fragten, sagten sie dass sie den Führerschein holen müssten und deshalb nichts bezahlen müssten so handelten wir sie schließlich von 300 ZMW auf 200 ZMW herunter, bekamen aber ein schönes Dokument für die Anerkennung der Schuld des kriminellen Verbrechens. Das Eureka Camp ist eigentlich sehr schön, da die Tiere durch das Camp laufen und so eine herrliche Ruhe ausstrahlten. Problematisch war eher der Overlander Truck. Irgendwie sind diese Leute immer laut und rücksichtslos. Erst wird stundenlang mit jeglichem Geschirr geklappert. Dann gehen die an die Bar und drehen die Musik auf und früh fangen die Fahrer um 4:50 Uhr an, das Frühstück vorzubereiten. Immerhin quietscht jetzt die Fahrertür nicht mehr, nachdem ich sie ihnen abgeschmiert hatte …. . 20.2.

Heute waren wir nur noch in der Lilayi Lodge, um die Waisenelefanten zu sehen. Die gute Frau hat 2h lang geredet und wenn man am Ende bedenkt, was für Aufwand betrieben wird, um 10 Elefantenwaisen zu „retten“, ist das schon erstaunlich, zumal die wohl in den Kafue ausgewildert werden, wo sie sich nach ihren eigenen Aussagen in die Gemeinschaft der 1.000 Elefanten integrieren sollen. Also sehr touristisch, muss man nicht. Dannach sind wir zurück zum Pioneer, um die Autos auszuräumen und uns für den Abendflug fertig zu machen. Die Kinder konnten noch mal in den Pool und die Jungs von Hemingways haben uns dann pünktlich für EK 714 abends um sieben am Flughafen abgeliefert.

Ein toller Urlaub, mit tollen Erlebnissen, nicht zu viel Fahrerei und einer Wahnsinnslandschaft. Für uns alle war das Highlight die Tage im Wildlifecamp am Luangwa, mit den Elefanten, dem Leo, den Löwen, den Baboons, den Hippos, den Waranen und all den anderen, die dort ihre Heimat haben. Es war unheimlich entspannend. Der SLNP ist ein wunderschöner Park und wir haben insbesondere die Weite der Flussauen genossen, da ähnelt er doch sehr Mana Pools. Ausreichend Tiere haben wir gesehen, ein Leo im Hellen wäre toll gewesen.

Das Besondere an Malawi ist sicher der See und die unheimliche Menge von Menschen. Tolles Leben auf und an der Strasse, super bunte Fische im See und traumhafte Gebirgsfahrten auf dem Weg zurück. …

Alles hat super geklappt. Keine Pannen oder Schäden an den Fahrzeugen, die Unterkünfte waren OK, das Preisempfinden der einheimischen Bevölkerung ufert manchmal etwas aus, da muss man schauen. Für die Regenzeit war das Wetter toll und wir genießen wie immer das saftige Grün.

In diesem Sinne „One Zambia, One Nation”.

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