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Oman 2014

20.12.

Wir stehen auf wie immer, Gepackt ist ja schon alles. Proviant ist auch schon fertig. Wir kommen pünktlich los. Die Strassen sind frei und so sind wir, wie geplant, um 9 in Prag. Ich lade alle aus und fahre das Auto zum Parkplatz. Als ich das Mobiltelefon ausschalten will, sehe ich eine SMS, dass unser Flug von Wien nach Dubai gestrichen ist. Toll! Wir gehen zum Infoschalter und die Dame eröffnet uns, dass man uns auf die Flüge über Frankfurt umgebucht hat und dass das am Ende nur eine Dreiviertelstunde später sein wird. Erleichtert checken wir zum Zweiten Mal ein. Meine schönen Fensterplätze sind natürlich pfutsch, aber egal. Pünktlich geht es los und nach einer reichlichen Stunde startet auch die 474 von Frankfurt einigermaßen pünktlich. Dieses Mal ist es ja ein Tagflug und so schauen alle Filme und essen vor sich hin. Einigermaßen pünktlich kommen wir in Dubai an. Wir sind auch relativ zügig mit der Einreise fertig und kennen jetzt auch die Aussprache Dubai der Lokals. Danach kommt eine nervige Stunde Warterei am Gepäckband. Es will einfach nichts kommen. Das geht aber allen so. Irgendwann ist alles da und wir stapfen zum Mietwagenschalter. Das ist diesmal unproblematisch, nur bis alle Papiere fertig sind, dauert etwas. Der Fortuner ist OK und nach einer Ehrenrunde rund um den Flugplatz finden wir auch die richtige Strasse, wo wir gegen 1:30 dann auch das Hotel erreichen. Alle sind müde und schlafen ein.

21.12.

Heute nehmen wir uns einen Tag für Dubai. Die Stadt gefällt uns nicht so besonders. Wir fahren erst mal in die Dubai Mall und frühstücken. Danach spazieren wir ein bisschen herum, aber das Shopping liegt uns nicht wirklich und trotz der Eisbahn verlassen wir die Mall und fahren erst einmal zum Strand, zum Baden. Nach Baden und Einkauf im LuLu für die nächsten Tage bleibt gar nicht mehr so viel Zeit, um unserer Besichtigung für den Burj Khalifa zu schaffen. Das war ja schon gebucht aber wir hatten natürlich alles im Hotel gelassen, also erst mal die Zahlen aus dem Internet besorgen und dann muss man sich das Ticket ausdrucken und dann hier und dort anstehen. Irgendwann sind wir dann auch oben und können den Sonnenuntergang beobachten. Eigentlich ist alles recht unspektakulär, zumal man ja nur bis auf die Hälfte hoch kann. Die Luft ist staubig und diesig, also ist auch der Blick nicht so großartig. Überall will man uns noch Bilder oder anderen Quatsch für viel Geld andrehen. Insgesamt- lohnt sich nicht wirklich. Um sieben sind wir wieder im Hotel und es reicht wirklich für heute.

22.12.

Heute geht es endlich wieder in den Oman. Im Hotel wird ausgiebig gefrühstückt und zeitig kommen wir los. Bis zur Grenze ist nicht viel los und weit ist es ja auch nicht. Wir fahren Richtung Hatta. An der Grenze läuft alles einfach und wir dürfen 3 Wochen im Oman bleiben, leider haben wir ja nicht so viel Zeit. Außerdem kosten diesmal die Visa wirklich nichts. Viele Leute reisen sofort wieder nach Dubai ein. Man nutzt das offensichtlich zur Verlängerung des Aufenthaltes in Dubai. Im Omanischen Grenzgebäude duftet der Weihrauch vor sich hin – herrlich. Mit „Welcome to Oman“ werden wir von der netten omanischen Grenzbeamtin willkommen geheißen. Bis zum Meer ist es nicht weit, nur ist hier der Strand von dunklem Sand und es liegt auch viel angeschwemmter Müll herum. Wir fahren an der Küste nach Sohar, wo wir in die Berge in das Landesinnere abbiegen. Die Küstenregion ist stark besiedelt aber es mach trotzdem Spass, durch die kleinen alten Dörfer zu fahren und Menschen und Gebäude zu betrachten. Das tun wir auch und biegen in Sohar in die Berge ab. Der Verkehr nimmt sofort ab und dass Land beginnt sehr schroff zu werden. Die Strasse windet sich durch die Berge, einige Wadisführen noch Wasser und so gibt es auch einige Wasserdurchfahrten. Wir nehmen och eine kleinere Strasse und fahren so auf gutem Schotter durch die Hajar Berge. Bei der Kaffepause werden wir mit einem freundlichen As-Salam -Alaikum gegrüßt. Etwas später findet sich ein schönes Plätzchen zum Campen in einem ruhigen Tal. Schnell geht die Sonne unter. Wir suchen noch einige Sachen und dann ist es dunkel. Auf dem Grill liegt Hühnchen und es gibt natürlich Nudeln. Nach 18:00 Uhr ist es stockdunkel, nur die Sterne leuchten. Früh fallen wir in die Schlafsäcke.

23.12.

Die Nacht war recht kalt. Früh zeigt das Thermometer noch 10 Grad an. Zum kräftigen Frühstück kommen auch die Ziegen angetribbelt, und ein paar Kamele ziehen vorbei. Wir packen zusammen und machen uns auf den Weg Richtung Nizwa. Das dauert eine ganze Weile und nach Durchquerung der Berge geht es sehr lange in dem fruchtbaren Tal nach Ibri und dann nach Nizwa, wo wir uns einen kurzen Gang auf dem Souk gönnen, aber es ist alles zu, warscheinlich erst abends wieder geöffnet. Das letzte Mal waren wir vormittags. Nach einem kurzen Stopp beim LuLu fahren wir weiter bis Izki und biegen dort nach Süden ab.

Ans Meer werden wir das heute wohl nicht mehr schaffen. Mal sehen wie weit wir kommen. Diesmal geht es westlich der Wahiba durchs Land. Die Strasse ist ein Dauerbaustelle für die nächsten 200 km. Als die Sonne langsam aber sicher dem Horizont näher kommt, biegen wir einfach von der Strasse ab, und suchen uns eine kleine Düne zur Übernachtung. Marc protestiert zwar aber bis zum Meer wäre es dunkel gewesen und das geht dann immer relativ schnell. Wir grillen ein paar Hühnchenschenkel und Nudeln sind auch wieder dabei. Hinter der Düne hat ein Omani seine Kamele und man hört sie manchmal brüllen. Wir sitzen noch etwas am Lagerfeuer und gehen wieder zeitig ins Zelt.

24.12.

Heute ist Weihnachten und wir wollen wieder an unsere Lagune mit dem schönen weissen Strand. Die Fahrt dahin ist unspektakulär. In Mahoot füllen wir die Vorräte noch einmal auf. Die 40 km Strecke über die Salzpfannen kennen wir ja schon. Zeitig am Mittag sind wir da und suchen uns einen schönen Platz. Es sind schon einige einheimische Camper da, aber die stören uns nicht. Man kann wieder herrlich am Meer herumwandern oder bei Ebbe, die bald darauf eintritt weit in das flache Meer hineinlaufen. Marc baut auf dem Strand Burgen und sonst genießt jeder die Zeit mit Lesen oder einfach nur abhängen. Nachmittags machen wir eine kleine Beschehrung . Sonst ist der Tag recht ereignislos. Abends kochen wir einen kleinen Eintopf und der schmeckt allen ganz gut. Mit dem Rauschen der Wellen schlafen wir ein.

25.12.

Marc hatte sich gewünscht, noch mal bei den weissen Dünen von Khaluf vorbeizuschauen, zum Baden, da an der Lagune die Wellen ziemlich niedrig waren. Wir brauchten ungefähr 2 Stunden bis dahin und die Kinder genossen eine Stunde in den Wellen. Wie erwartet, waren auch andere Touristen da, ein Pärchen und eine größere Reisgruppe. Dadurch hat das ganze etwas sein besonderes Flair verloren. Nach Süden verlassen wir die Küste und fahren lange durch die Steinwüste bis Doqm, wo immer noch an dem neuen Hafen gebaut wird. Trotz Freitag hat sogar noch ein Laden auf und wir erstehen noch ein paar grüne Sachen. Da der Tag noch ein bisschen Zeit übrig hat fahren wir noch bis Ras Makraz und nach kurzer Besichtigung am Strand, wo gerade viele Fischer ihre Boote an Land ziehen, entscheiden wir uns, oben auf den Klippen zu campen. Der Weg dahin ist zwar von Reifenmordenden Steinen gesät, aber der Platz lohnt das und wir haben einen schönen Ausblick über die Bucht. Wir grillen Steak und machen Bratkartoffeln dazu, das schmeckt allen sehr gut, insbesondere in Kombination mit arabischem Brot. Als es dunkel wird fallen wir alle ins Bett.

26.12.

So entspannt können Weihnachtsfeiertage sein. Wir stehen mit der Sonne gegen 7 auf und machen das übliche Frühstück mit Speck Eiern, arabischem Brot, Toast, Marmelade, Nutella etc. Gegren 9 sind wir meist fertig und haben alles gepackt. Es geht zurück auf die Küstenstrasse und dann Richtung Marmul / Thumrait. Dies ist eine der langweiligsten Gegenden des Oman. Steinwüste mit Ölfördertürmen gespickt und überall Leitungen. Wir wollen versuchen, die Ruinen von Adhur zu finden. Genügend Informationen hatten wir, um den Weg in das Wadi zu finden. Gegen 14 Uhr hatten wir den Einstieg erreicht und es ging gut vorwärts, als die geschobene Strasse endete, führte der Feldweg nur noch durch ein Nebental, dass aber extrem viele Steine enthielt. Auf den Satellitenkarten hatte ich mir einen Weg herausgesucht, der machbar erschien, aber es wurde immer komplizierter und plötzlich standen wir am Rande des Wadi, aber der Weg, den ich mir herausgesucht hatte, erwies sich als stark ausgespühlt und nicht fahrbar, schade, aber wir mussten wieder zurück. Der Tag war doch schon sehr fortgeschritten aber nach dem Navi sollten wir es bis Salalah noch im Hellen schaffen. Das funktionierte ganz gut und kurz vor Sonnenuntergang fanden wir unser Campsite vom letzten Jahr wieder. Die Kinder konnten noch baden gehen und es wurde doch noch ein gemütlicher Abend. Auf dem Strand war ganz schön Betrieb aber das liess bei der Dunkelheit später nach.

27.12.

Heute wollen wir uns mit Guido, Ulrike und Max in Quatbeet treffen. Wir waren irgendwie von 400 km ausgegangen und hatten uns als Abfahrtszeit 11 Uhr gesetzt. Die Zeit bis dahin reichte gerade noch für einen LuLu Besuch und das Aufstocken der Vorräte. Den Kindern macht es wie immer viel Spass und sie decken sich mit Chicken Samosas und Shawarmas und mit Pommes ein. Als wir die Stadt verlassen rechnet das Navi irgendwelche komischen Strecken aus und gibt als Ankunftszeit nach 16 Uhr an. Uhh, da müssen wir uns sputen, nach Thurbait rechnet das Navi noch mal nach und es sind nun nur noch knapp 200 km und wir sollten schon 13 Uhr da sein, also viel zu früh. Na ja, dann kann ich ja etwas langsamer fahren und noch eine Pause einschieben. Die Strecke ist wie immer ziemlich langweilig. Nur flaches Land ohne einen Baum. Sehr pünktlich sind wir in Quatbeet und machen erst mal ausgiebig Pause. Guido hatte gestern noch eine SMS geschickt, dass sie wohl gegen halb drei da sein werden. Da haben wir ja noch eine Dreiviertelstunde Pause. Pünktlich gegen 14:30 sind sie da. Wir begrüßen uns, quatschen kurz und tanken voll. Wir hatten uns noch einen extra 20 Liter Kanister gekauft, den wir auch mit füllen. Dann fahren wir zurück nach Süden und nehmen eine Strasse, die zu einigen Feldern führt, die kurz vor der Wüste sind. Wir fahren rund herum und lassen erst mal etwas Luft ab. Dann geht es querfeldein und nach kurzer Zeit treffen wir auf eine erste Wasserstelle. Das Wasser ist etwas schwefelig und ziemlich heiss. Wir fahren weiter in ein erstes Dünental und suchen nach einem Weg darüber. Das klappt ganz gut nur ist der Sand so spät am Tag schon ziemlich weich. Wir folgen einigen Spuren in Nordöstlicher Richtung und müssen nun einen weiteren Dünengürtel überqueren. Wir folgen einigen Spuren aber laufen die Strecke dennoch ab. Die Mädels schlagen vor. Zu campen, aber wir Männer denken, im nächsten Tal ist es besser. Dabei steht die Sonne schon ziemlich tief. Wir finden einen Weg nach oben auf die Dünen, aber es bietet sich kein Weg in das nächste Tal an. Wir laufen einige Strecken und folgen dann meinem Vorschlag. Das geht ein paar Meter gut und dann fahre ich mich fest und auch Guido passt kurz nicht auf und hängt mit dem Hinterrad in einem Dünentrichter. Damit ist für heute erst mal Schluss. Wir kommen da nicht mehr raus und gegessen haben wir auch noch nicht und die Autos stehen 150m auseinander. Guido und Ulrike stellen fest, dass sie das Zelt vergessen haben und müssen unter freiem Himmel nächtigen. Wir bauen das Zelt auf und die Kinder essen Nudeln. Ich bin etwas unruhig, ob wir denn wieder aus dieser missligen Lage herauskommen. Die nächste Zivilisation liegt ca. 20 km Luftlinie entfernt. Der Posten Marsawad 30 km. Die Fahrzeuge haben keine Achssperren und auch keine ordentlichen Fahrwerke. Wir verschieben den Spass auf den nächsten Tag. Es herrscht die totale Stille. Der Sichelförmige Mond scheint etwas.

28.12.

Die Nacht war sternenklar und sehr ruhig. Geschlafen hatte ich nicht sehr gut und mir immer wieder Gedanken gemacht, ob wir den Cruiser aus dem Loch wieder herausbekommen. Früh war der Sand sehr kalt und die Sonne war noch nicht über die erste Düne gekrochen. Guido und ich holten das Werkzeug heraus und mit dem Wagenheber konnten wir ein Sandblech direkt unter das Rad im Trichter packen. Aus einigen Brettern machten wir eine regelrechte Straße. Ich hatte auch schon das Seil herausgeholt. Aber der Cruiser schaffte das ohne Probleme. Wir suchten uns in Ruhe einen Weg nach unten in das nächste Tal. Dort suchten wir in Ruhe eine Möglichkeit und im nächsten Tal das Gleiche. Langsam bekam man ein Gefühl für den Sand und wir kamen wirklich gut voran. Es machte richtig Spass und die Lanschaft ist wirklich grandios. Nachdem wir dann endlich in einem gut fahrbaren Seitental der alten Piste angelangt waren, konnten wir guten Fortschritt Richtung der Piste nach Burkanah machen. Guido hatte ein paar schöne Übernachtungsplätze herausgesucht und so hatten wir ein wunderschönes Camp am Fuß einer Düne. Die Jungs mussten gleich einmal hinauftoben und wir Alten konnten in Ruhe abhängen. Es wurde ein wunderschöner Abend mit einem phantastischen Sonnenuntergang.

29.12.

Ein ruhiger Schlaf ist schon was Tolles. Es gibt halt in der RAK wirklich kein Geräusch, kein Vogel – nichts. Die totale Stille. Der Wind war ziemlich ruhig und machte auch keinen Laut. In Ruhe gab es Frühstück und dann machten wir uns wieder auf den Weg. Bis zur Piste war es nicht mehr weit und dieser folgten wir in den Norden für ca. 25 km bis zum Brunnen, wobei das eher eine Standpipe mit Wasserhahn ist. Ein Militärposten war dort auch stationiert- bis zur Saudi Grenze sind es nur weitere 25 km. Wir waren alleine und konnten in Ruhe eine Dusche genießen. Die Kinder protestierten zwar, aber es half nichts. Es ist wirklich eine ganz phantastische Landschaft. Wir machten eine Lange Pause und auch die Jungs von der Patrolie kamen zum Duschen. Nun hieß es nur noch der Piste nach Südwesten zu folgen. Die Strasse war ziemlich ausgefahren und meist war es besser, neben der Piste zu fahren. Wir trafen einige Fahrzeuge auf dem Weg, aber man kann gut Strecke machen. Es gibt auch noch eine zweite Wasserstelle. Etwas später nahmen wir ein Nebental, um einen besseren Weg zu haben und nicht eine so ausgefahrene Piste. Die Strecke war sehr schön und wir machten einige Photostopps. Wir suchten uns einen schönen Platz für die letzte Nacht in der Wüste, so 30 km vor dem Ausgang. Es war ein schöner Platz und die Kinder steckten sich gleich ein Fußballfeld ab. Guido und ich erklommen jeweils eine Düne und fingen den Sonnenuntergang mit den Kameras ein. Die Kinder kamen auch hochgerannt und rutschten dann wieder herunter. Das brachte die Dünen auch dazu unterschiedlichste Geräusche zu machen. Das Farbenspiel der Sonne mit dem Sand ist schon toll. Zum Abendbrot gab es Eintopf und es hat allen sehr gut geschmeckt. Zeitig fallen wir wieder ins Bett, nachdem das Feuer niedergebrannt war.

30.12.

Langsam beginnt die blaue Stunde, die ich früh immer so liebe. Guido macht sich mit seinem Fotorucksack auf den Weg in die Dünen und ich koche Kaffee. Es ist noch alles ruhig und erst langsam erwacht das Camp. Die Farben wechseln laufen und es ist ein schöner windfreier Morgen. Wir machen in Ruhe Frühstück, jeder was er möchte und packen unsere Sachen zusammen. Dannach geht es langsam in Richtung Al-Hashman. Wir treffen einen Guide mit 2 Autos voller Italienern, der arme Kerl tut einem Leid. Außerdem noch einen Emirati, dem wir den Reifen aufpumpen dürfen, aber der sah sehr gepflegt aus und hat super gerochen …?. In Al- Hashman ist die Sandwüste auf einen Schlag zu Ende und es bleibt nur noch die grauselige Piste bis Sishr zu fahren. Meine Tankstellenlampe blinkt auch schon, aber das wird schon noch reichen. Insgesamt hat die Tankfüllung von 80 Litern für die 440 km geradeso ausgereicht. Vorsichtshalber hatten wir noch 20 Liter mit. Der Cruiser hatte eh einen 138 Liter Tank. In Sishr tanken wir voll und hier trennen sich unsere Wege. Guido fährt noch nach Süden über Muddy, wir direkt nach Salalah. Es war eine super Tour in der Wüste. Sehr angenehmes Team, hat viel Spass gemacht, auch wenn ich am Anfang etwas daran gezweifelt hatte, ob wir über die Dünen kommen.

In Salalah suchen wir uns unseren Campingplatz und die Kinder gehen baden. Vorher wurde natürlich noch der Vorrat an Shawarmas und Bananen aufgefüllt. Ein Besuch am Weihrauchsouk gibt es auch noch. Eine kleine Tour an der ehemaligen Corniche muss auch sein. Es ist so traurig, dass diese ganzen schönen Häuser einer Mall weichen müssen… Vor zwei Jahren war hier immer noch Betrieb. Jetzt ist fast alles leer. Es wird ein ruhiger Abend am Strand. Hinter den Kindern spielen die Delphine im Wasser.

31.12.

Die nächsten zwei Tage werden hauptsächlich mit Fahren verbracht werden. Es sind 1300 km bis Dubai. Wir tingeln die Küste hoch und sammeln noch etwas Weihrauchharz ein. Bis Hasik zieht sich die Strecke hin, überall wird Strasse gebaut. Kamele sind unterwegs und die Strände sind menschenleer. Hinter Hasik an den Fächertropfsteinen machen wir Pause und das vom Berg tropfende Wasser wird gleich zur Haarreinigung herangezogen. Letztes Mal war hier das total Wooling, jetzt sind wir allein. Kurz danach noch ein kleiner netter Militärposten und dann geht es von der Küste weg durch die Berge, die neue Strasse entlang. Diese ist jetzt komplett fertig. Wir stoppen kurz in der Oase auf halber Strecke und stellen mit Erschrecken fest, das auch in Al – Shuwaymiyyah ein großes Hotelprojekt geplant ist, das wird noch mal ein schlimmes Ende nehmen. Wir fahren noch etwas weiter und campen in der Nähe von Al – Jazir.

01.01.

Gesundes Neues Jahr.
Da das hier nirgendwo gefeiert wird, ist alles ruhig. Wir begeben uns wieder auf die Strasse quer durch die Erdölfelder Richtung Ibri, wo wir nach 700 km am Abend ankommen. Es ist eine ganz schöne Strecke aber mit etwas Musik und einem Tankstopp bekommen wir die auch hin. In Erfahrung des gestrichenen Hinfluges versuchen wir irgendwo ein Internet zu bekommen. Das funktioniert nicht, müssen wir auch morgen verschieben. Nach Ibri schlagen wir uns 2 Kilometer in den Busch und machen Camp, grillen das letzte Hühnchen mit Nudeln. Es wird wieder ein schöner Abend.

02.01.

Heute sind noch mal 3-400 km zu fahren. Wir nehmen das letzte Stück im Oman nach Al-Buriami und reisen dort aus. Die Postkarten kommen noch in den Kasten und im Internet wird bei Austrian Airlines was von technischen Problemen geschrieben und Online-Check In geht nicht. Na ja, es wird schon fliegen. Wir tanken noch mal voll. Eine Waschanlage hat nach 12:00 nicht mehr offen, das machen wir dann in Al-Ain. Wir nehmen erst den falschen Übergang nach Al-Ain und müssen noch mal quer durch die Stadt, wo wir uns gemeinsam mit ein paar Pakistanis den Einreisestempel für die UAE am Heli Grenzübergang holen dürfen. Der meterhohe Stacheldrahtzaun zwischen dem Emirat Abu Dhabi und dem Oman irritiert schon etwas. In Al – Ain suchen wir noch mal den LuLu auf und fahren das Stück bis Abu Dhabi. Hier in den UAE ist alles eingezäunt, was für ein Unterschied. In Abu Dhabi kommen wir mit Tausenden andere Touris zur Besichtigung der Grand Mosque. Das ist schon gigantisch und sehr schön. Nur die Menschenmassen sind eigentlich eine Beleidigung für das Gebäude. Wir suchen uns eine ruhige Stelle am Wasser und packen um. Das ist gar nicht so einfach, da alles bebaut ist. Die Stühle werden verschenkt und ich bekomme auch alles wieder in die Kisten. Auf der Autobahn geht es wieder zurück nach Dubai. Nach 2 Runden finde ich auch den Abgabeplatz für die Mietautos. Alles Gut. Wir checken ein und warten. Es ist kurz vor Mitternacht. Der Flughafen ist eine große Baustelle, aber es geht schon irgenwie. Pünktlich hebt der Flieger ab, wobei es mich schon wundert, dass eine Flugzeit von 7h angegeben wird, das ist fast eine Stunde mehr, als im Plan. So kommt es auch, dass unser Anschlussflug in Wien gleichzeitig mit unserer Ankunft um 6:40 startet. Die hätten ruhig warten können. OS 703 hatte sowieso eine Aussenposition. Wir müssen also zum Servicecenter und die buchen uns um auf einen Flug um 9:50. Am Ende sind wir über 3h später in Prag. Unten ist zum Glück nur wenig Schnee zu sehen.

Eine schöne Tour mit tollen Erlebnissen und netten Leuten – wir kommen bald wieder

As-Salam -Alaikum

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